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Island Seite 1

Offroad durch Island

Island, das Land der krassen Gegensätze. Heiße Quellen, Schwefelfelder, Lavagestein, so spitz wie Dolche. Brodelnde Vulkane und Gletscher in trauter Zweisamkeit. Gegensätze, welche in Island an der Tagesordnung sind. Die rauhen Pisten im Hochland und deren absolut unberührte Natur, lassen jedes Offroadherz einen Tick schneller schlagen. Einsame Pisten, wo dir so mancher Troll oder eine Elfe über den holprigen Weg stolpern könnte – so wird es zumindest erzählt. Gründe genug, um diese Insel mit dem eigenen Fahrzeug zu erkunden und das Equipment im rauen Hochland ausgiebig zu testen.    

Unser Team

Markus Anzinger: 
War schon 2006 in Island und hatte dadurch schon hervorragende Streckenkentnisse, was uns die Planung der Reiseroute erheblich erleichterte. 
Fahrzeug Nissan Navara: TJM Fahrwerk, TJM Polyairspring hingen, TJM Airtec Schnorchel, Longrange Tank

Herbert Kritsch: Ist unser Garant für gute Küche. Hat meistens für eine ganze Kompanie Essen mit und wird uns auch bei dieser Tour wieder mit seinen saftigen Steaks verwöhnen. 
Fahrzeug Landrover Defender 110: TJM Fahrwerk plus 4 Zoll, Frontrunner Dachträger, Doppelreserveradträger, TJM Airtec Schnorchel, Hubdach, Brennstoffzelle für Strom in alle Ewigkeit!!!

Manfred Hesch: Der Technikfreak unter uns. Muss immer gliech alles neue im Gelände ausprobieren. Einmal losgelassen, ist er kaum noch zu stoppen. Legt Wert auf einen Hauch Luxus im Defender ;O) aber nur ein bischen…
Fahrzeug Defender Isländer: Island Fahrwerkskit mit TJM Komponenten plus 4 Zoll, 37 Zoll Räder mit Wrangler 37×12,5×15, TJM Differentialsperren an beiden Achsen, 190 PS, Hubdach, Wohnausbau Expedition Serie

Voller Tatendrang fahren wir nach der Ankunft gleich weiter Richtung Egilsstaðir, wo wir unseren Proviant nochmal ordentlich auffüllen, randvoll tanken und Geldwechseln. Und los gehts Richtung Norden, die Stadt Húsavík ist unser erstes Ziel, mit den dazwischenliegenden Highlights.Die Einser Ringstraße, welche sich nach Norden hochschlängelt, ist nicht sehr lange unser befahrener Untergrund, wir wollen eine richtige Piste und dieses findet sich hier in Island ja sehr leicht…

Wir nehmen gleich einen der ersten Abstecher, eine Wellblechpiste wie maßgeschneidert. Tempo 20 und es zerbröselt dir förmlich dein Fahrzeug, oder man überwindet sich, beschleunigt bis mindestens 80 km/h und siehe da, plötzlich wird es ruhig im Auto. Bis zu 120 km/h läßt die Piste zu, wir laßen es richtig fliegen und so ist der Dettifoss, unser nächstes Ziel im nu erreicht und unser erster Heißhunger nach Pistenräubern ein wenig gestillt. Viel zu schade wäre es außerdem, dieses wahrhaft schöne Land so im Zeitraffer zu durcheilen, da man die vielen landschaftlichen Leckerbissen einfach genießen muß.

Der Dettifoss ist der größte Wasserfall Europas, 100m breit und stürzt sich immerhin 44m in die Tiefe. Ein respekteinflössender Anblick, gespeist wird er vom Jökulsa a Fjöllum, dem zweitlängsten Fluß Islands, der jede Menge Geröll und Sand vom Vatnajökull Gletscher mitnimmt. Über eine einigermaßen gute Piste, fahren wir weiter bis Vesturdalur an einen Campingplatz, der wunderschön eingebettet in einem ausgetrockneten Canyon liegt.

Was hier aussieht, wie ein reumütiges Abendgebet, ist der verzweifelte Versuch von Herbert, das Feuer für die saftigen Steaks, am Leben zu erhalten, was ihm schließlich auch gelingt. Um 23.00Uhr wird schließlich Abendgegessen und die Steaks halten was Sie versprechen. Es ist noch immer hell, denn um diese Jahreszeit verschwindet die Sonne erst um Mitternacht, wo es ganz leicht dunkel wird. Doch 2 Stunden später, ist der kurze Anflug von Abendstimmung schon wieder vorbei und die Sonne am steigen. Dies verlängert uns den Tag sehr wertvoll, wobei man dadurch aber auch ein wenig das Zeitgefühl verliert.

Früh am Morgen gehts Richtung Ásbyrgi und später weiter nach Húsavík, ein wenig Whale Watching ist beinahe ein Pflichtprogramm in Island und wir bekommen auch sehr viele Wale zu sehen.

Mit dem Wetter haben wir bis jetzt einigermaßen Glück. Das Wetter dreht sich ja bekanntermaßen in Island immer im Kreis. Wir besorgen uns über Internet eine 7-Tagesprognose und folgen genau der Wetterdrehung laut Vorhersage, was sich einige Tage später als genau auf den Punkt getroffen herausstellt.

Es brodelt und zischt aus blau-grauen Schlammtümpeln – sehr viel schlimmer kann es in der Hölle auch nicht sein. Wir sind am Mývatn, genauer gesagt bei Námaskarð, ein paar Kilometer östlich des Mückensees. Der weiße Rauch stinkt bestialisch nach verfaulten Eiern. Eine bizzarre und auch schöne Landschaft, man käme nie auf die Idee, daß man sich hier auf der Erde befindet.

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