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LAPPLAND 11. – 13. August

Wir legen einen Ruhetag ein. Manfred verbringt den Tag mit Fischen und zu Fuß die Gegend erkunden, während Evelyn mit lesen den Tag verbringt und die Karten ein wenig für die nächsten Tage studiert. Zwischendurch besuchen uns Waldhamster in allen mögliche Farbkombinationen und huschen zwischen unserem Defender und unserem Mittagsmenü hin und her. 

Wir brechen nach einem herrlichen Frühstück gestärkt Richtung Vilhelmina auf. An diesem Morgen beschließen wir, doch nicht bis zum Polarkreis zu fahren. Es wären immerhin noch beinahe 1000 km welche vor uns liegen und welche auch am Retourweg wieder bewältigt werden müssen. Wir wollen Lappland spüren und die Natur erleben, nur Kilometer herunterzuspulen wäre einfach  zu schade für dieses fantastische Land.
Das beste am Tag ist aber – das Wetter hat von Regen auf Sonnenschein umgestellt. Vorbei das kaltnasse Wetter, aber es ist noch mäßig warm bei 16°C……. 

Am Kyrkberget sehen wir uns die größte Holzkirche Schwedens an. Die Altarschränke sind mit Rentierfell überzogen und die Eingangstüren sind nicht mit normalen Türdichtungen, sondern mit Bärenfell abgedichtet. Geheizt wird diese wunderschöne Kirche mit einem riesigen gußeisernen Ofen. Holz gibt es ja genug hier in Schweden und es wird noch alles verwertet, was die Natur bietet. 

Nach der Kirchenbesichtigung begeben wir uns noch auf den „Saga-Stig“, welcher quer über den Kyrkberget inmitten von Millionen Blaubeersträuchern verläuft. Er erzählt uns ein wenig über die schwedischen Sagen und über die Kultur der „Samen“.

Am rauschenden Fluß Vojmån niesten wir uns für die Dauer von 2 Tagen ein. Wir machen es uns so richtig gemütlich, genießen die warme Dusche, kochen gemeinsam Kaspressknödel und schlagen uns damit den Bauch so richtig voll. Obwohl die Gelsen hier im nördlichen Lappland sehr friedlich sind verlagern wir unsere rundgefressenen Bäuche baldigst in eine horizontale Lage und träumen schon bald vom nächsten Morgen.

Wir unternehmen diverse Tagestouren zu Fuß ins Gelände, fahren zurück nach Vilhelmina ein wenig schmöckern in den schwedischen Geschäften und Kaffehäusern. Es lohnt sich die kleinen Ortschaften am Land zu besuchen und deren viel langsameren Lebensrythmus ein wenig aufzusaugen. Dabei fällt einem auf, wie hektisch und ruhelos es bei uns zu Hause zur Sache geht. Eine Entschleunigung, welche ganz gut tut und auch zum Nachdenken anregt. Irgendwo abseits der Strassen besorgen wir uns schwedisches Tunnbröd (Fladenbrot) und geräucherten Lachs um auch die traditionelle Küche etwas kennenzulernen. 

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