+43 7252 81809

LAPPLAND 14. – 16. August

Es war die kälteste Nacht bisher, wir hatten gerade mal 1°plus am frühen Morgen. Zur Vorsicht schalten wir unsere Webasto Standheizung ein, in ein paar Minuten ist es angenehm warm. Manfred unternimmt nach dem Frühstück einen zweistündigen Morgenlauf, um die reine Luft ein wenig zu spüren, bevor es nach dem Frühstück weitergeht über Storuman nach Stensele . Von dort weiter auf einsamen Straßen, eingebettet in malerische Landschaften Richtung Lycksele. Auf der sehr schmalen 353er suchen wir uns ein Nachtquartier. Dabei treffen wir wieder auf ein Rudel Rentiere. 


Wir ignorieren eine dramatische Fahrverbotstafel, welche wahrscheinlich von einem angrenzenden Nachbarn montiert wurde. Eine angeblich gefährliche Stelle entpuppt sich als Finte. Ein quergelegter Baumstamm sollte dies noch untermauern, doch diesen haben wir sehr leicht mit unserem Defender überwunden. Nachdem es sich augenscheinlich um einen öffentlichen Platz handelte machten wir Gebrauch von unserem Allemannsrecht, welches in Schweden Gültigkeit hat.
Wir werden frühmorgens durch ein Geräusch geweckt. Irgendwelche Tiere schleichen um unseren Wagen. Da  –  da war es wieder……ein scharrendes Geräusch. Ein Bär vielleicht? Gespannt schauen wir beim Dachfenster hinaus…puuuuh, ein paar Renntiere ziehen gemütlich ihrer Wege, unser Lagerplatz war genau an einer Tränke.

Wir fahren auf der sehr schmalen 353er weiter bis Bjurholm. Hier erwartet uns eine Elchfarm. Wir sehen uns einen Diavortrag über diese Lebewesen an. Christer Johansson, der Besitzer erzählt uns viel wissenswertes über diese imposanten Tiere. Zum Beispiel, dass die riesigen Geweihe nur zum Schaulaufen und Imponieren für die Damen dienen. Im Herbst werden diese jedes Jahr abgeworfen, damit der Elch das schwere Gewicht nicht mitschleppen muss und so über den Winter im Energiesparbetrieb läuft. Was für ein Aufwand für die anspruchsvollen Damen!!!

Nach den Elchstreicheleinheiten, essen wir noch im Restaurant Eintopfmenü. In Schweden ist es üblich, wenn man Menü ist, dass man so oft man will sich Nachschlag holen kann. Manfred nützt dies und ist nachher fast zum rollen. Evelyn teilt sich dies besser ein und hat auch noch Platz für die leckere Nachspeise 😉

Wir fahren weiter entlang der 353er Richtung Ostküste. Diese Straße ist landschaftlich wirklich ein Genuß. Am späten Nachmittag kommen wir an der E04, der Küstenstraße an. Wir passieren das Städtchen Örnsköldsvik und erleiden beinahe einen Zivilisationsschock. Hier ist gleich wieder der alte Trubel, nichts mehr von der Ruhe, welche wir in den letzten Tagen in Lappland hatten. Wir flüchten uns auf eine Halbinsel ein paar Kilometer nach dem Suleskogens-Nationalpark.

Wir genießen die Wärme hier, gehen noch ein wenig Baden und nach einem ausgiebigem Abendessen schlafen wir zufrieden ein.

weiter